DAK-Pflegecoach - Startseite - Quelle DAK PowerPointPräsentation Helge Dickkau, Folrian Caspari 1.9.2015 auf welt.pyramideneule.de

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Der DAK Pflegecoach soll pflegenden Angehörigen dabei helfen, das Pflegen von bedürftigen Angehörigen zu verbessern, wenn nicht sogar ein Stück weit zu erlernen. Denn die Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen leben zu Hause und werden von Angehörigen gepflegt. Laut Statistischem Bundesamt waren 2013 insgesamt 2,6 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des SGB XI. Davon werden insgesamt zwischen 1,2 (aus dem Jahr 2013) bis 1,6 (geschätzt heute) Millionen Menschen von ihren Angehörigen gepflegt. Dies bedeutet, dass die pflegebedürftigen Menschen Pflegegeld beziehen, mit dem die Pflege durch Laien, also Angehörigen oder Bekannte, selber bezahlt werden muss. Bei Pflegefachkräften, also Pflegediensten ist dies anders geregelt, aber dies nur zur Information.

Hintergründe

Angehörige sind meist, bis fast nie nicht erfahren in der Pflege von pflegebedürftigen Menschen. Bedeutet sie kenne oft Hintergründe von Einschränkungen nicht und haben keine bis minimalen Kenntnisse von spezielle Techniken und Abläufe für krankheitsbedingte Abläufe. Dies müssen sie ja auch nicht, denn die Altenpflege ist nicht ohne Grund ein Lehrberuf mit 3 Jahren Lehrzeit. Dies bedeutet für die Angehörigen oftmals Frust und Unmut, wenn sie mit bestimmten Situationen konfrontiert werden. Auch für den Pflegebedürftigen ist dies nicht sehr Vorteilhaft, denn sie sind unzufrieden und unter Umständen sind falsche Herangehensweisen auch schädlich. Diese Faktoren führen daher manchmal zu Problemen bei den Angehörigen, wie zum Beispiel Depressionen. Der Druck eine Korrekte Pflege auszuführen und dies mit dem Alltag zu verbinden ist hierbei der Hauptgrund. Anderseits kann es auch starken Unzufriedenheit bei den Pflegebedürftigen geben und zusammen mit dem Druck der Angehörigen kann dies auch zu Streitigkeiten oder Aggressionen führen. Leider sind gerade diese Themengebiete nicht sehr gut erforscht, aber sie sind vorhanden.

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Der DAK-Pflegecoach

Um die „Laienpflege“ der Angehörigen zu verbessern, haben diese nur die Möglichkeit Kurse zu besuchen, in denen ihnen gezielte Kenntnisse und Fähigkeiten für die Pflege bezeigt werden. Allerdings haben viele Angehörige dazu oftmals keine Zeit oder Möglichkeit, denn sie Pflegen neben dem alltäglichen familiären Pflichten. Genau hier setzt der DAK-Pflegecoach an, den die DAK zusammen mit der Agentur Töchter & Söhne GmbH  entwickelt hat. Er bietet den Angehörigen die Möglichkeit online ihre Pflegekenntnisse zu verbessern. Der Onlinekurs bietet verschiedene Lektionen die aufeinander aufbauen.

Aufbau des DAK-Pflegecoach

Die Website an sich ist sehr gut und einfach aufgebaut. Die Registrierung am Anfang ist ebenfalls sehr einfach gehalten. Man benötigt lediglich eine gültige Maiadresse um sich zu registrieren. Am Anfang sieht man nach jedem „Log-in“ seinen Fortschritt in Prozent. Nachdem einloggen kann man mit einem Klick auf den Briefumschlag einen Expertenrat holen, falls genaueres und spezifisches Wissen von Nöten ist. Beim Klick auf seine Emailadresse können sich die User beim Newsletter des Pflegecoachs anmelden. Den Pflegecoach kündigen oder die Log-in Daten bearbeiten.

Er ist in 7 Themenbereiche unterteilt mit unterschiedlich vielen Lektionen.

  1. Pflegekosten, Versicherung und Organisation
  2. Bewegungsabläufe in der Pflege
  3. Essen und Trinken in der Pflege
  4. Körper- und Mundpflege
  5. Ausscheidung
  6. Folgeerkrankungen erkennen und vorbeugen
  7. Selbstsorge: Be- und Entlastung
DAK Pflegecoach Screenshot aus dem Bereich Körper- und Mundpflege auf welt.pyramideneule.de

DAK Pflegecoach Screenshot aus dem Bereich Körper- und Mundpflege

Jeder Themenbereich beginnt mit einer Einleitung, in der kurz erläutert wird worum es in diesen Bereich genauer geht. Am Ende einer jeden Lektion kann man direkt weitermachen oder zur Übersicht zurückkehren und später weitermachen. Jede Lektion ist immer wieder aufrufbar und wenn einem ein Thema zurzeit mehr interessiert, dann muss man sich nicht an die Reihenfolge halten und kann anfangen wo man möchte. Allerdings ist die Reihenfolge an sich sehr sinnvoll und baut gut aufeinander auf.

Die letzte Lektion eines Themas beinhaltet Videos, in denen das vorher beschriebene nochmals vorgeführt wird.

Mein Fazit

Der DAK Pflegecoach ist eine gute Idee pflegenden Angehörigen pflegerisches Wissen beizubringen. Dabei hat die DAK mit dem Pflegecoach ein einfaches Instrument geschaffen. Die Handhabung ist einfach gehalten und das ist auch gut so. Denn damit steht die Wissensvermittung im Vordergrund. Auch können so Nutzer mit weniger Fähigkeiten im Umgang mit dem WWW an diesem Angebot ohne Probleme teilnehmen.

Auch die ausgewählten Themengebiete sind gut überlegt und spiegeln die notwendigsten Themen wieder die pflegende Angehörige benötigen. Auch die Informationen in den einzelnen Lektionen sind nicht mit Wissen überfrachtet, sondern bieten ein solides Grundwissen um eine fachlichere Pflege zu ermöglichen. Mit den praktischen Videos werden Techniken einer fachlichen Pflege sehr gut dargestellt. Das Angebot des Pflegecoaches wird damit abgerundet. Außerdem haben die Nutzer die Möglichkeit einem Experten Fragen zu stellen zu spezielleren Themen oder wenn sie etwas nicht genau verstanden haben. Pflegenden Angehörigen wird damit sehr geholfen professionelle Pflege anzuwenden. Dies erleichtert so manche Situation und führt bei richtiger Anwendung zu mehr Zufriedenheit und unter Umständen zu einer besseren körperlichen Gesundheit der Angehörigen. Natürlich wird dies Wissen auch den Pflegebedürftigen zu Gute kommen und so die Selbstständigkeit und Gesundheit fördern.

Als Kritik kann ich nur anmerken, dass die Macher nicht erklären, dass es Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 40€ pro Monat gibt, die betroffenen zustehen, wenn sie eine Pflegestufe haben und der Pflege durch Angehörige bedürfen. Dies würde gerade zu dem Angebot des Pflegecoachs passen (siehe Tipp).

Abschießend kann ich als Pflegefachkraft, mit Erfahrung in der ambulanten Pflege sagen, dass dies Angebot für eine breite Masse der pflegenden Angehörigen ein sehr gutes Informationssystem ist. Durch den einfachen Zugang und die örtliche und zeitliche Unabhängigkeit ist der Pflegecoach überall und jederzeit Einsetzbar und hat somit einen leichten Vorteil vor Pflegekursen. Diese werden nicht ersetzt werden, aber sie können von dem Wissen des Pflegecoaches profitieren und so gezieltere praktischere Übungen und Techniken anbieten. Das Wissen aus dem Pflegecoach wird durch die Kurse vertieft.

Wenn ihr betroffen seid oder jemanden kennt, der betroffen ist, dann gebt diesen Artikel weiter.

Eure Pyramideneule

 

Tipp

Tipps für Pflegehilfsmittel
Tipp der Pyramideneule Pflegebedürftige, die von Angehörigen gepflegt werden können Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro im Monat von der Pflegekasse erstattet bekommen. Das sind Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel (Für Hände und Flächen im Haushalt), Bettschutzunterlagen, Lätzchen und Mundschutz. Waschlotionen und Pflegecremes gehören nicht dazu.

Gleich vorweg: Sollten sie einen Pflegedienst beauftragt haben, dann hat dieser für seinen persönliche Schutz selber Handschuhe, Desinfektionsmittel, Kittel oder Mundschutz bereit zu stellen. Dazu sind sie als pflegende Angehörige oder Pflegebedürftige nicht verpflichtet.

Aber. Gerade für Pflegebedürftige, die von Angehörigen, Bekannten oder Freunden gepflegt werden, gibt es die Möglichkeit Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 40€ im Monat zu nutzen. Sie können diese Pflegehilfsmittel nicht selber kaufen und die Rechnung einreichen und sie bekommen dies Geld auch nicht ausgezahlt. Sie bekommen lediglich die Hilfsmittel, wenn sie diese beantragt haben. Dies geschieht über verschiedene Anbieter.

Einen davon möchte ich ihnen vorstellen, denn dieser bietet meiner Meinung nach die flexibelste Auswahl dieser festgelegten Produkte. Unter www.pflegebox.de (Tel.: 030 – 609 84 13 – 23) bekommen sie alle Informationen zu den Pflegehilfsmitteln. Sie brauchen nur den Antrag ausfüllen und diesen der an die Pflegebox zurückschicken. Die leiten alles Weitere in die Wege. Den Antrag erhalten sie unter https://pflegebox.de/pflegebox-bestellen/ oder sie rufen dort persönlich an.

Hier nochmal die Voraussetzungen für die Pflegehilfsmittel:

So haben z. B. Eltern oder Schwiegereltern, die von Ihren Angehörigen gepflegt werden, ein Anrecht auf verschiedene Pflegehilfsmittel. § 40 SGB XI verspricht: Mit einer Pflegestufe 0, 1, 2 oder 3 und einer privaten Pflegeperson übernimmt die Pflegekasse auf Antrag die Kosten für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch von bis zu 40 Euro im Monat. Das sind Produkte wie Einmalhandschuhe, Flächendesinfektion, Händedesinfektion, Bettschutzeinlagen, Schutzschürzen und Mundschutz.Pflegebox

 

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